Cannabis Social Clubs Deutschland 2026: Regeln & Städte
Deutschlands Cannabis-Reform, einfach erklärt
Deutschland hat am 1. April 2024 Geschichte geschrieben und war das erste große EU-Land, das Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert hat. Nach dem Cannabisgesetz (CanG) dürfen Erwachsene Cannabis legal besitzen und genießen, und seit dem 1. Juli 2024 sind Cannabis Social Clubs als lizenzierte gemeinnützige Vereine im ganzen Land aktiv. Die Szene ist schnell gewachsen — weit über 400 Clubs sind inzwischen lizenziert, Tendenz steigend — und HiMap hilft dir, sie zu finden.
Was ist ein Cannabis Social Club?
Ein Cannabis Social Club (CSC), auf Deutsch Anbauvereinigung, ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der Cannabis gemeinschaftlich für seine eigenen Mitglieder anbaut. Das Wichtigste:
- Gemeinnützig — Clubs machen keinen Gewinn; die Beiträge decken nur die Anbaukosten.
- Nur für Mitglieder — nur eingetragene Mitglieder erhalten Cannabis.
- Bis zu 500 Mitglieder pro Club.
- Staatlich lizenziert — jeder Club braucht eine offizielle Anbauerlaubnis.
- Verantwortungsvoll geführt — Clubs müssen Präventionsbeauftragte und Jugendschutzkonzepte haben.
So wirst du Mitglied
- Alter: Du musst mindestens 18 Jahre alt sein.
- Wohnsitz: mindestens 6 Monate gemeldeter Wohnsitz in Deutschland — das heißt, es ist nichts für Touristen.
- Nur ein Club: Du kannst nur in einem einzigen CSC Mitglied sein.
- Anmeldung: online oder persönlich mit gültigem deutschen Ausweis.
- Beiträge: meist rund 12 bis 25 Euro im Monat, plus eine einmalige Aufnahmegebühr.
Was du als Mitglied bekommst
- Mitglieder ab 21: bis zu 25 g pro Tag und bis zu 50 g pro Monat.
- Mitglieder 18–20: bis zu 30 g pro Monat, begrenzt auf 10 % THC.
- Produkte: nur getrocknete Blüten und Haschisch (keine Esswaren oder Öle).
- Abholung persönlich mit Ausweis — keine Lieferung nach Hause.
Die wichtigsten Regeln
- Kein Konsum im Club: Der Konsum ist im oder direkt neben dem Vereinsgelände nicht erlaubt.
- 100-Meter-Abstand: kein Konsum im Umkreis von 100 m um den Clubeingang oder in der Nähe von Schulen, Spielplätzen und Sportanlagen. Die Clubs selbst müssen mindestens 200 m von Schulen und Jugendeinrichtungen entfernt liegen.
- Fußgängerzonen: kein Konsum in Fußgängerzonen zwischen 07:00 und 20:00 Uhr.
- Ausweis dabei und Mitgliedskarte bei der Abholung.
Legaler Besitz und Eigenanbau
- In der Öffentlichkeit: bis zu 25 Gramm.
- Zu Hause: bis zu 50 Gramm.
- Eigenanbau: bis zu 3 Pflanzen pro Erwachsenem für den Eigenbedarf.
- Weitergabe: Eine kleine Menge an einen anderen Erwachsenen weiterzugeben ist erlaubt (niemals im Beisein von Minderjährigen).
Die besten Städte für Cannabis Clubs in Deutschland
Berlin geht voran und spiegelt die offene Haltung der Hauptstadt wider, Heimat der größten Cannabis-Events Europas. Köln und die gesamte Region Nordrhein-Westfalen haben die meisten Clubs aller Bundesländer, mit gut etablierten Vereinen in Vierteln wie Ehrenfeld. Auch Hamburg, München, Frankfurt, Dortmund, Leipzig und Dresden haben aktive, wachsende Club-Szenen. Sieh sie dir alle auf der interaktiven Karte von HiMap an.
Deutschland vs. Spanien: zwei Club-Modelle
- Rechtsstatus: Deutschlands Clubs sind vollständig lizenziert und reguliert; Spaniens Clubs bewegen sich in einer geduldeten Grauzone.
- Konsum vor Ort: in Deutschland nicht erlaubt; in Spanien auf dem Vereinsgelände erlaubt.
- Wohnsitz: Deutschland verlangt mindestens 6 Monate Wohnsitz (keine Touristen); Spanien ist flexibler und besucherfreundlicher.
- Produkte: in Deutschland nur getrocknete Blüten und Haschisch; in Spanien eine größere Vielfalt.
Neugierig auf das spanische Modell? Unser Spanien-Guide erklärt, wie die Mitglieder-Clubs dort funktionieren.
Häufige Fragen
Können Touristen einem Cannabis Social Club beitreten?
Nein. Das deutsche Gesetz verlangt mindestens 6 Monate gemeldeten Wohnsitz, was Cannabis-Tourismus ausdrücklich ausschließt.
Darf ich im Club Cannabis konsumieren?
Nein. Der Konsum vor Ort ist nicht erlaubt — Mitglieder holen ihr Cannabis ab und nehmen es mit nach Hause.
Was kostet die Mitgliedschaft?
Meist rund 12 bis 25 Euro im Monat plus eine einmalige Aufnahmegebühr. Die Kosten decken nur den Anbau.
Darf ich selbst anbauen?
Ja. Erwachsene dürfen zu Hause bis zu 3 Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.
Wie viel darf ich in der Öffentlichkeit mit mir führen?
Bis zu 25 Gramm in der Öffentlichkeit und bis zu 50 Gramm zu Hause.
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